{"id":1079,"date":"2021-01-31T13:06:39","date_gmt":"2021-01-31T13:06:39","guid":{"rendered":"https:\/\/n.dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/?page_id=1079"},"modified":"2023-12-28T21:37:09","modified_gmt":"2023-12-28T21:37:09","slug":"taennstoeoerli-waetter","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/index.php\/taennstoeoerli-waetter\/","title":{"rendered":"T\u00e4nnst\u00f6\u00f6rli-W\u00e4tter"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:25%\">\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/index.php\/traditionen\/\">Jahrmarkt in Mettmenstetten<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/index.php\/taennstoeoerli-waetter\/\">Sagen rund um Mettmenstetten<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/index.php\/chaibetobel\/\">Sagen um&#8217;s Chaibetobel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:23px\"><strong>T\u00e4nnst\u00f6rli-W\u00e4tter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:15% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"964\" src=\"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/002-Die-Huber-von-Mettmenstetten_.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1080 size-full\" srcset=\"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/002-Die-Huber-von-Mettmenstetten_.jpg 730w, https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/002-Die-Huber-von-Mettmenstetten_-227x300.jpg 227w, https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/002-Die-Huber-von-Mettmenstetten_-91x120.jpg 91w\" sizes=\"auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:15px\"><strong><em>D<\/em><\/strong><em><em><strong>iese&nbsp;Anekdoten stammen aus der&nbsp;von Hans Huber-Hegglin 1991 erstellten&nbsp;Gemeindechronik.&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/em><\/em><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor der G\u00fcterzusammenlegung in Mettmenstetten standen die Scheunen der Bauern noch im Dorf und die Mistst\u00f6cke dufteten nahe der Strasse vor sich hin. Es rieche nach \u00abEau de Cologne Suisse\u00bb witzelten je\u00adweils die Verwandten aus Z\u00fcrich, wenn sie auf Besuch kamen. Manchmal, an garstigen Regentagen oder im Winter, wenn kein Mensch auf dem Feld arbeitete und die Frauen zu Hause in der Stube strickten, werkelten die Bauern in der Scheune herum und flickten da und dort etwas, was nicht mehr niet- und nagelfest war. Wenn es nichts mehr zu tun gab, stellten sie sich hinter das einen Spalt offene Tennst\u00f6rchen, um zu sehen, was sich in der Nachbarschaft und auf der Strasse so tat. Dann eben herrschte \u00abT\u00e4nnst\u00f6\u00f6rliw\u00e4tter\u00bb. Oft trafen sich zwei oder drei Nachbarn zu einem \u00abKafi avec\u00bb und diskutierten dabei \u00fcber Gott und die Welt. So blieb manche lustige Geschichte von fr\u00fche\u00adren Dorforiginalen erhalten, wurde \u00fcber Generatio\u00adnen weitergegeben und wohl manchmal noch etwas ausgeschm\u00fcckt. Aus alten Zeiten haben sich Sagen \u00fcberliefert, die zwar nicht nachpr\u00fcfbar sind, aber meist mit wenigstens einem K\u00f6rnlein Wahrheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Wildental (Cheibetobel)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das einsame Bachtobel im Osten unserer Gemeinde mit seinen geheimnisvollen, versteckten Lichtungen und unwegsamen Stellen soll zu Zeiten der Christen-Verfolgung fl\u00fcchtenden Hugenotten als Zufluchtsort gedient haben. Die Einheimischen nannten die Fremden, von denen sie sich respektvoll fernhielten, \u201edie Wilden\u201c. Die gleiche Gegend heisst heute im Volks\u00admund \u201es\u2019Cheibetobel\u201c. Damit ist nicht die Anwesen\u00adheit der Verfolgten oder irgendwelcher Geister ge\u00admeint, sondern der Grund dieser Bezeichnung liegt darin, dass im Wildental fr\u00fcher alle toten Hunde ver\u00adgraben wurden. Hunde nannte man im Mittelalter landl\u00e4ufig \u201eCheiben\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Bruderrain am Homberg<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Homberg, oberhalb des Gutes Freudenberg, liegt ein Waldabhang, genannt \u00abBruderrain\u00bb. Von dem her geht die Sage, hier h\u00e4tten einst mehrere \u00abWaldbr\u00fc\u00adder\u00bb gelebt, welche die Gabe besassen, Kranke durch Handauflegen und allerhand Kr\u00e4utersude heilen zu k\u00f6nnen. Anfangs dieses Jahrhunderts sollen Mauerreste dieser Klause sichtbar gewesen sein. Auch von einem Bibernuss-Strauch ist die Rede, den die Eremiten gepflanzt h\u00e4tten und dessen N\u00fcssen, zubereitet mit Kr\u00e4utern und Fr\u00fcchten, eine heilsame Wirkung bei allerhand Krankheiten zugeschrieben worden sei (wurde hier etwa das Bircherm\u00fcesli erfunden?).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Loo-Schang<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Oberdorf, nahe der Linde, lebte im 15. Jahrhun\u00addert ein \u00ab\u00d6ler\u00bb. Er betrieb eine weit herum bekannte \u00d6lpresse. Die Bauern brachten ihm Lewat (Raps), da\u00admit er ihnen daraus \u00d6l presse. Dabei habe er die Leute schamlos betrogen, indem er jeweils einen Teil des \u00d6ls f\u00fcr sich selbst abzweigte, um es heimlich zu verkaufen. Nach seinem Tod musste er denn auch zur Geisterstunde aus dem Grab steigen, zur \u00d6ltrotte wandeln und dort die Spindel der Presse drehen. Da\u00adbei entstand jeweils ein schauerliches \u00c4chzen und Quietschen, das die Nachbarn mitten in der Nacht aufschrecken liess. Einer habe sich einmal ein Herz gefasst und sei nachts in die \u00d6lm\u00fchle geschlichen. Angesichts des Menschen habe sich der \u00d6ler augen\u00adblicklich in einen schwarzen Hund verwandelt, der heulend und winselnd das Chilew\u00e4gli hinunter zum Friedhof gelaufen und dort auf Nimmerwiedersehen verschwunden sei. Huch!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der \u00d6ler vom Oberdorf<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Hof Buchstock, auf der Nordseite des Hombergs, lebte anfangs des 16. Jahrhunderts, zur Zeit des Kirchenneubaus von Mettmenstetten, ein reicher Mann, \u00abRychner\u00bb genannt. Er leistete einen gr\u00f6sseren Bei\u00adtrag an den Neubau und soll auch eine der neuen Glocken gespendet haben. Gleichzeitig stellte er aber die Bedingung, dass immer erst zum Gottesdienst ge\u00adl\u00e4utet werden d\u00fcrfe, wenn ihn der Sigrist mit seinem Schimmel oben beim Paradies heranreiten sehe. Weil dies oft mit grosser Versp\u00e4tung geschehen sei, h\u00e4tten die Kirchg\u00e4nger stets auf den \u00fcberheblichen Rychner warten m\u00fcssen. Zudem habe er verlangt, dass alle in die Knie gehen m\u00fcssten, wenn er die Kirche betrete. Nach seinem Tod, so behaupteten viele Mettmenstetter, sei ihnen der Schimmelreiter in Vollmondn\u00e4chten erschienen. Andere sprachen von einem \u201eStifeliryter\u201c, der bleich und hohlwangig, jeweils bei Vollmond nachts zwischen zw\u00f6lf und ein Uhr zur Kirche reite und dann auf der \u201ePfrundenmatt\u201c seine Runden drehe, wie in einem Zirkus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Oeltrottentier<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Aufgeschrieben von Eduard Huber-Suter ca. 1921<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Droben im Dorf soll ein Oeler gewesen sein, der in seiner Oeltrotte den Bauern nicht ganz ehrlich Lewat-Oel  (Rabs) ausgemessen habe und darum jede Nacht zur Geisterstunde aus seinem Grabe steigen, zur Trotte wandern und die Spindel drehen m\u00fcsse. Sehe ihn ein menschliches Wesen, so werde er sofort in einen schwarzen Pudel verwandelt, der heulend das Dorf hinablaufe und erst wieder verstumme, wenn er auf dem Kirchhofe angekommen sei.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:25%\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>T\u00e4nnst\u00f6rli-W\u00e4tter Diese&nbsp;Anekdoten stammen aus der&nbsp;von Hans Huber-Hegglin 1991 erstellten&nbsp;Gemeindechronik.&nbsp;&nbsp; Vor der G\u00fcterzusammenlegung in Mettmenstetten standen die Scheunen der Bauern noch im Dorf und die Mistst\u00f6cke dufteten nahe der Strasse vor sich hin. Es rieche nach \u00abEau de Cologne Suisse\u00bb witzelten je\u00adweils die Verwandten aus Z\u00fcrich, wenn sie auf Besuch kamen. Manchmal, an garstigen Regentagen oder [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_uag_custom_page_level_css":"","site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"default","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"disabled","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"default","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"default","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"set","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"_zipai_imported":false,"_zipai_import_id":"","footnotes":""},"class_list":["post-1079","page","type-page","status-publish","hentry"],"spectra_blocks_featured_image_url":null,"spectra_blocks_author_info":{"display_name":"Hans Hinnen","avatar_url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/fad8e720a28766f6d5d92e9bd8afbb481ba534e534bf034c5fd3656938b5035c?s=96&d=mm&r=g","author_link":"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/index.php\/author\/hh\/","description":""},"uagb_featured_image_src":{"full":false,"thumbnail":false,"medium":false,"medium_large":false,"large":false,"1536x1536":false,"2048x2048":false},"uagb_author_info":{"display_name":"Hans Hinnen","author_link":"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/index.php\/author\/hh\/"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"T\u00e4nnst\u00f6rli-W\u00e4tter Diese&nbsp;Anekdoten stammen aus der&nbsp;von Hans Huber-Hegglin 1991 erstellten&nbsp;Gemeindechronik.&nbsp;&nbsp; Vor der G\u00fcterzusammenlegung in Mettmenstetten standen die Scheunen der Bauern noch im Dorf und die Mistst\u00f6cke dufteten nahe der Strasse vor sich hin. Es rieche nach \u00abEau de Cologne Suisse\u00bb witzelten je\u00adweils die Verwandten aus Z\u00fcrich, wenn sie auf Besuch kamen. Manchmal, an garstigen Regentagen oder&hellip;","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1079","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1079"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1079\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7781,"href":"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1079\/revisions\/7781"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1079"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}