{"id":1901,"date":"2021-02-04T19:56:36","date_gmt":"2021-02-04T19:56:36","guid":{"rendered":"https:\/\/n.dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/?page_id=1901"},"modified":"2022-02-27T09:47:36","modified_gmt":"2022-02-27T09:47:36","slug":"ueberlieferungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/index.php\/ueberlieferungen\/","title":{"rendered":"\u00dcberlieferungen, Anekdoten"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:25%\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:17px\"><strong>Mettmenstetter erinnern sich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"\/index.php\/auf-der-walz\/\">Auf der Walz<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"\/index.php\/erinnerung-an-die-dorflinde-im-oberdorf\/\">Erinnerung an die Dorflinde<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"\/index.php\/hungerjahr-1816\/\">Hungerjahr 1816<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"\/index.php\/spitznamen-uebernamen\/\">Spitznamen, \u00dcbernamen<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"\/index.php\/ueberlieferungen\/\">\u00dcberlieferungen, Anekdoten<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"\/index.php\/konkubinat\/\" data-type=\"link\" data-id=\"\/index.php\/konkubinat\/\">Konkubinatsvergehen<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/index.php\/katzenschmaus\/\">Katzenschmaus<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>\u00dcberlieferungen, Anekdoten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hugo &amp; Ueli Prager<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Hotelier<strong>&nbsp;Hugo Prager,<\/strong>&nbsp;Besitzer vom \u201eHotel Elite in Z\u00fcrich\u201c, kaufte 1924 von Gottlieb Vollenweider von Wissenbach das Anwesen&nbsp; Freudenberg f\u00fcr 70\u2019000 Franken und baute die Villa und den Gutsbetrieb aus.&nbsp;<em>Der&nbsp; Gutsbetrieb&nbsp;wurde durch die&nbsp;&nbsp; Familien&nbsp; Anderegg,&nbsp; dann&nbsp;Hintermeister,&nbsp;&nbsp;sp\u00e4ter Ernst und Lis&nbsp; Niklaus&nbsp;und heute&nbsp;Peter und Ursula Junker bewirtschaftet.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachfolger und Sohn&nbsp;Ueli Prager (2011\u2020)&nbsp;gr\u00fcndete die&nbsp;<strong>M\u00f6venpick-Kette&nbsp;<\/strong>und&nbsp;liess das erste&nbsp; M\u00f6venpick-Restaurant 1948 im Claridenhof Z\u00fcrich&nbsp; erbauen. Sp\u00e4ter gr\u00fcndete er auch die Kette der Silberkugel-Restaurants.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hans Gallmann (Hodler-Hans)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hans Gallmann, de Hodler-Hans wohnte als Kleinbauer und Tagl\u00f6hner an der Oberdorfstrasse 2. Im Stall hatte er eine Kuh und drei bis vier Geissen. Beim Paradiesweiher besass er ein St\u00fcck eigenes Land. Mit der Tanse auf dem R\u00fccken trug er die G\u00fclle auf diesen Bl\u00e4tz Land , den er 1928 an Hugo Prager verkaufte. Wenn er unterwegs Rossmist auf der Strasse fand, sammelte er diesen als wertvollen D\u00fcnger ein und trug die Rossb\u00f6lle ins Sacktuch eingewickelt nach Hause.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Erinnerungen eines alten Gemeindeschreibers<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im M\u00e4ttmistetter erscheinen oft interessante Berichte \u00fcber die vor 50 Jahren behandelten Gemeinderatsgesch\u00e4fte. Unerw\u00e4hnt bleibt der innere Sitzungsablauf. Bis in die 50-er Jahre hinein wurden die Sitzungen nach einem alten Ritus durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mangels eines Sitzungszimmers fanden die Zusammenk\u00fcnfte im R\u00f6ssli in der \u201eunteren Stube\u201c, ohne festen Turnus, statt. Je nach Umfang und Dringlichkeit der Gesch\u00e4fte wurde in einem k\u00fcrzeren oder l\u00e4ngeren Zeitabschnitt zu den Sitzungen eingeladen. Zusammen\u00adkunft vorwiegend an einem Samstag, Beginn 13.30 Uhr bei einem Kafi-Kirsch. Punkt 16.00 Uhr brachte die Serviertochter eine \u201egr\u00fcne Wurst\u201c mit Brot und Most. Um 19.00 Uhr folgte das Nachtessen mit geschnetzeltem Kalbfleisch, R\u00f6sti, Salat und Wein. Abschluss noch\u00admals mit einem Kafi-Kirsch. Oft wurde auch dem Wahlspruch von Walter Vollenweider nachgelebt: \u201eEin rechter M\u00e4ttmistetter geht nicht mit einer Kafi-Schnurre ins Bett.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erw\u00e4hnenswert ist, dass Gemeinderatsmitglieder und Schreiber weder ein Sitzungsgeld noch eine Spesenentsch\u00e4digung bezogen. Das war mit ein Grund f\u00fcr m\u00f6glichst wenig Sit\u00adzungen. Die Zusammenk\u00fcnfte wurden irgendwie als geselliger Anlass betrachtet. Viele Gesch\u00e4fte konnten zwischen den Sitzungen durch pers\u00f6nliche Gespr\u00e4che, ohne schriftli\u00adchen Beschluss mit Rechtsmittelbelehrung, erledigt werden, was auch keine Rekurse aus\u00adl\u00f6ste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sp\u00e4testens mit dem Nachtessen fand der offizielle Teil seinen Abschluss. Was noch folgte war sehr verschieden, Heimkehr, Jass bis weit \u00fcber die Polizeistunde hinaus, Erz\u00e4hlen der neuesten Witze, Einkehr bei einem Bauern, der zur Metzgete oder einem frisch angeschnit\u00adtenen Schinken einlud.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Bericht \u00fcber ein fr\u00f6hliches Fest bis am Morgen und eine anschliessende Skitour folgt vielleicht ein anderes Mal.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alfred Gerber   Gemeindeschreiber (1938-1972ca.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Adolf G\u00fcrber<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Landwirt Adolf G\u00fcrber an der Albisstrasse 53 war ein eifriger Dichter und S\u00e4nger.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>De Beili Grob<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"939\" src=\"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jakob-Grob-Bienenzuechter-im-Eigi-1024x939.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3280 size-full\" srcset=\"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jakob-Grob-Bienenzuechter-im-Eigi-1024x939.jpg 1024w, https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jakob-Grob-Bienenzuechter-im-Eigi-300x275.jpg 300w, https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jakob-Grob-Bienenzuechter-im-Eigi-131x120.jpg 131w, https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jakob-Grob-Bienenzuechter-im-Eigi-768x704.jpg 768w, https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jakob-Grob-Bienenzuechter-im-Eigi-1536x1408.jpg 1536w, https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Jakob-Grob-Bienenzuechter-im-Eigi-2048x1877.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-normal-font-size wp-block-paragraph\"><em>Lieber Jakob Bienenstich! So habe ich dich genannt, obwohl dich alle &#8222;de Beili-Grob&#8220; nannten. Von meiner Zeit als Lehrtochter im Volg 1962 kenne ich den Inhalt Deiner Tasche. Du hast Deine Tasche jeweils auf die Ladentheke gestellt, damit die leeren Flaschen in Volle umgewandelt werden. Sehr schnell bist Du vor allen anderen Kunden bedient worden. Mit Deinen vielen Flaschen, Brisago Blauband und anderen Wenigkeiten. <\/em><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Weil Du immer so unangenehm gerochen hast, wollten wir Dich so rasch wie m\u00f6glich wieder los werden. Das Volg-Depot war damals ein Bedienungsladen (Tante Emma Laden). Als ich wieder einmal hastig in Deine Tasche griff um Deine vielen Flaschen herauszunehmen, hat mich eine Deiner Lieben Bienen gestochen. Ab da bist Du f\u00fcr mich &#8222;der Jakob Bienenstich&#8220; geworden. Du warst ein Dorforiginal. Leider warst Du ein einsamer und verwahrloster Eigenbr\u00f6tler<\/em> (Autorin unbekannt). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:25%\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcberlieferungen, Anekdoten Hugo &amp; Ueli Prager Der Hotelier&nbsp;Hugo Prager,&nbsp;Besitzer vom \u201eHotel Elite in Z\u00fcrich\u201c, kaufte 1924 von Gottlieb Vollenweider von Wissenbach das Anwesen&nbsp; Freudenberg f\u00fcr 70\u2019000 Franken und baute die Villa und den Gutsbetrieb aus.&nbsp;Der&nbsp; Gutsbetrieb&nbsp;wurde durch die&nbsp;&nbsp; Familien&nbsp; Anderegg,&nbsp; dann&nbsp;Hintermeister,&nbsp;&nbsp;sp\u00e4ter Ernst und Lis&nbsp; Niklaus&nbsp;und heute&nbsp;Peter und Ursula Junker bewirtschaftet. 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