{"id":5495,"date":"2022-11-04T10:48:57","date_gmt":"2022-11-04T10:48:57","guid":{"rendered":"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/?page_id=5495"},"modified":"2024-03-31T07:58:29","modified_gmt":"2024-03-31T07:58:29","slug":"alte_feuerwehrschuppen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/index.php\/alte_feuerwehrschuppen\/","title":{"rendered":"Alte Feuerwehrh\u00e4uschen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:20%\">\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bauten mit Tradition<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"\/index.php\/stettlerhaus\/\">Stettlerhaus<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"\/index.php\/vollenweiderhaus\/\">Vollenweiderhaus<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"\/index.php\/buechstock\/\">Buechstock<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"\/index.php\/gueterschuppen\/\">G\u00fcterschuppen<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"\/index.php\/guerberhaus-oberdorf\/\">G\u00fcrberhaus<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"\/index.php\/sparcassa\/\">Sparcassa<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"\/index.php\/sonntagsschule-2\/\">Sonntagsschule<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Sennh\u00fctte<\/li>\n\n\n\n<li>Durrerhaus<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"\/index.php\/bauernbrennerei\/\">Bauernbrennerei Schmid<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"\/index.php\/speicher\/\">Alte Speicher im Dorf <\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/index.php\/alte_feuerwehrschuppen\/\">Feuerwehrh\u00e4uschen<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"\/index.php\/aeltestes_haus\/\">\u00c4ltestes Haus<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:60%\">\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Unsere alten Feuerwehrh\u00e4uschen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Autor: Willi Nievergelt<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einmal mehr waren Beat Furrer und ich unterwegs auf Gemeindegebiet, um sehenswerte Geb\u00e4ude genauer anzuschauen. Dieses Mal galt unser Interesse den Spritzen-\/ Feuerwehrh\u00e4uschen aus fr\u00fcheren Zeiten und wir konnten dank freundlicher Unterst\u00fctzung von Stefan Schmid (Leiter Werkdienst) in diese hineinschauen. Was wir sahen, regte unsere Fantasie an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00ab<strong>Hilfe! Es brennt.<\/strong>\u00bb \u2013<strong> Die Feuerwehr Ende 19. Jahrhundert<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nehmen wir an, in einer Scheune im Oberdorf beginnt es zu brennen. Der Knecht bemerkt den Brand und rennt von Haus zu Haus, um die M\u00e4nner der Ortsfeuerwehr zu wecken. Diese eilen zum Spritzenh\u00e4uschen, wo die neue Handdruckspritze auf R\u00e4dern untergebracht ist. Sie spannen zwei Pferde vor dieselbe und fahren zur Brandstelle. Aus einem nahen Bach pumpen Feuerwehrleute Wasser in den Bauch der Handspritzpumpe und \u00fcber einen anderen Schlauch versuchen weitere M\u00e4nner, das Feuer zu l\u00f6schen. Das alles nur mit Muskelkraft! Viele Feuerwehrm\u00e4nner sind n\u00f6tig. Ein \u00dcbergreifen des Feuers auf das Bauernhaus kann gerade noch verhindert werden!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Etwa so muss man sich eine L\u00f6schaktion Ende des 19. Jahrhunderts vorstellen. Eine wie oben beschriebene Handspritzpumpe steht heute noch im Spritzenh\u00e4uschen an der Wissenbachstrasse\/Albisstrasse. Es wurde 1860 errichtet; einige solcher Geb\u00e4ude wurden um diese Zeit gebaut \u2013 einige auch fr\u00fcher. Ebenfalls sehen wir einen alten Schlauchkarren, der von Hand gezogen wurde, denn innen gummierte und somit dichte Schl\u00e4uche gab es erst ab Mitte 19. Jahrhundert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine ehemalige Armeek\u00fcche und der Gemeindeumgang<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch untergebracht in diesem H\u00e4uschen ist eine etwa 100j\u00e4hrige mobile, von zwei Pferden gezogene Infanterie-K\u00fcche, welche die Gemeinde von Noldi und Ruedi Gallmann geschenkt erhielt. Willi Stoos erinnert sich gut, wie sie jeweils beim traditionellen Gemeindeumgang zum Einsatz kam. W\u00fcrste, aber auch Suppe und Spatz wurden bei speziellen Anl\u00e4ssen darin zubereitet. Der Schlusspunkt der Gemeindeumg\u00e4nge war im Paradies, wo jeweils eine Linde gepflanzt wurde; heute sind es stattliche B\u00e4ume.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure data-spectra-id=\"spectra-422206ea-b683-4351-907a-d2bd1360a4b1\" class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"676\" data-id=\"5500\" src=\"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/004-Gemeindeumgang-1964-1024x676.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5500\" srcset=\"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/004-Gemeindeumgang-1964-1024x676.jpg 1024w, https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/004-Gemeindeumgang-1964-300x198.jpg 300w, https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/004-Gemeindeumgang-1964-150x99.jpg 150w, https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/004-Gemeindeumgang-1964-768x507.jpg 768w, https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/004-Gemeindeumgang-1964-1536x1015.jpg 1536w, https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/004-Gemeindeumgang-1964.jpg 1933w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gemeindeumgang 1964<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure data-spectra-id=\"spectra-4893a200-5a01-4fa3-a0c6-6e64abb1d20f\" class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"691\" data-id=\"5501\" src=\"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/038-Gemeindumgang-1984-1024x691.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5501\" srcset=\"https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/038-Gemeindumgang-1984-1024x691.jpg 1024w, https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/038-Gemeindumgang-1984-300x202.jpg 300w, https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/038-Gemeindumgang-1984-150x101.jpg 150w, https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/038-Gemeindumgang-1984-768x518.jpg 768w, https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/038-Gemeindumgang-1984-1536x1037.jpg 1536w, https:\/\/dorfgeschichte-mettmenstetten.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/038-Gemeindumgang-1984-2048x1382.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gemeindeumgang 1984<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gemeindeumg\u00e4nge fanden 1960 bis 1988 alle vier Jahre statt und wurden in drei Gruppen (genannt Rotten) mit Fahnen, Musik und Vorderladern durchgef\u00fchrt. Eingef\u00fchrt wurde dieses Volksfest nach basel-landsch\u00e4ftler Vorbild von Robert N\u00e4gelin, dem neuen Verwalter vom M\u00e4nnerheim Rossau, wie die Institution damals hiess. Sein Sohn Hans f\u00fchrte sowohl die Verwaltung als auch die Gemeindeumg\u00e4nge weiter. Urspr\u00fcnglich hatten diese Grenzbegehungen den Sinn, die Grenzsteine zu kontrollieren und zu schauen, ob die Nachbarn diese mutwillig versetzt h\u00e4tten. Dann entwickelte sich diese Tradition zu einem Volksfest. In Mettmenstetten war es von Beginn her ein solches.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schliesslich kann im Feuerwehrh\u00e4uschen noch ein kleines, dreir\u00e4driges Motorfahrzeug mit Ladeb\u00fchne aus den 1950er Jahren bewundert werden. Seine Kupplung ist aus Leder gefertigt und es ist das erste Motorfahrzeug, das die Gemeinde angeschafft hatte. Es wird vom Werkdienst liebevoll gepflegt und fahrt\u00fcchtig gehalten. Hergestellt wurde der \u00abWrigley\u00bb damals von der englischen Firma Wessex Industries Ltd. in Poole, eine malerische Hafenstadt in S\u00fcdengland, die ich von mehreren Besuchen in sch\u00f6ner Erinnerung habe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was passiert bei Knopfdruck?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insgesamt gibt es sieben oder acht solche Geb\u00e4ude in Mettmenstetten, aber etwa die H\u00e4lfte ist inzwischen an Private verkauft worden, und alle m\u00f6glichen Gegenst\u00e4nde werden darin aufbewahrt. Dasjenige von Herferswil stand bei unserem Besuch gerade leer, lediglich an einer Wand konnten noch ein paar alte Strahlrohre der Feuerwehr bewundert werden. An einer Aussenwand ist ein Feuermelde-Knopf auszumachen. Auf die Frage, was passiert, wenn man diesen dr\u00fcckt, meinte Stefan Schmid lakonisch: \u00abNichts!\u00bb. Fr\u00fcher wurde durch Knopfdruck ein Horn auf dem Dach aktiviert, aber das Ganze ist nicht mehr in Betrieb. Heute gibt es andere, effizientere Alarmvorrichtungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Spritzenh\u00e4uschen verteilen sich sinngem\u00e4ss auf das gesamte Gemeindegebiet.Beim Friedhof steht zu guter Letzt auch ein solches Geb\u00e4ude, das durch die weissbemalten Backsteine und die gr\u00fcnen Fensterl\u00e4den auff\u00e4llt. Fr\u00fcher wurde darin der alte Leichenwagen aufbewahrt. Damit endete unser Rundgang.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:20%\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bauten mit Tradition Unsere alten Feuerwehrh\u00e4uschen Autor: Willi Nievergelt Einmal mehr waren Beat Furrer und ich unterwegs auf Gemeindegebiet, um sehenswerte Geb\u00e4ude genauer anzuschauen. 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