Holzbau

Schreinereien

Dachlisserstrasse 6

Die Schreinerei  an der Dachlisserstrasse  6  wurde um die Jahrhundertwende, während  zwei Generationen von der Familie Adolf Brunner  geführt. Weitere Informationen zu Familie Brunner finden sich am Ende dieses Abschnitts.

1944 folgte Lorenz Monn-Brunner.  Hier mit seiner Frau Klara und Tochter Ruthli am Studium der neuesten Trends. Lorenz Monn war der Vorarbeiter in der Schreinerei Brunner und hat dann die Schreinerei später in Miete übernommen. Ob eine verwandtschaftliche Beziehung zwischen den Monns und den Brunners bestand hat, ist aktuell unklar. 

Später wurde die Schreinerei von Paul Ott und dann seinem Sohn Emil als Küchenpezialist in Miete weiter betrieben.

Familie Brunner:

Das Gebäude an der Dachlisserstr ist seit 1901 im Besitz der Familie Brunner. Gekauft wurde das Haus von Adolf Brunner, der zusammen mit seiner Frau zwei Söhne (Ernst und Werner) hatte.

Evi die Tochter von Werner heiratete einen Herrn Henry. Nach aktuellem Kenntnisstand war dieses Ehepaar Eigentümer der Schreinerei. Sie verpachteten den Betrieb zunächst an Lorenz Monn und später an Paul Ott.

In der Folge ging das Geschäft an ihren Sohn Georges Henry über. Dieser ist heute zusammen mit seiner Frau Michèle im Besitz des Betriebs. Im Jahr 2026 liess er anstelle der ehemaligen Schreinerei ein neues Wohnhaus errichten.

Ernst: War ein bekannter Fotograf und Bauernhausforscher. Der Grossteil seines fotografischen Nachlasses wird im Archiv der Empirischen Kulturwissenschaft Schweiz aufgehoben und wurde zu grossen Teilen digitalisiert: https://www.ekws.ch/de/archiv/sammlungen/SGV_12. Frau Fabienne Lüthi ist Doktorandin in Kulturanthropologie an der Universität Basel. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit der Arbeit von Ernst Brunner. Sie hat uns sehr viele interessante Informationen überlassen.

Albisstrasse 48

Gottfried Lüssi hatte seine Schreiner-Werkstatt an der Albisstrasse  48, er war der Grossvater von Werner Meier  „ em Chlötzli-Meier“.

Leihgrüppenstr. 9 (obere Prüglen)

Schreiner Felber war an der oberen Prüglen zu Hause  (Leigrüppenstrasse  9) diese Schreinerei wurde dann durch Schreiner Styger weitergeführt.

Bahnhofstr. 6

Die Gebrüder  Cochard begannen eine Möbelschreinerei in einem Anbau an die elterliche Scheune  an der Bahnhofstrasse  6/8 und vertrieben MECO Qualitätsmöbel.  Walter Cochard sen. übernahm den Betrieb und erstellte  dann einen Werkstatt-Neubau  an der gleichen Stelle. Seine Spezialität waren  Stilmöbel.Walter Cochard jun. (gest. 2010)  führte diesen Betrieb weiter bis ins 21.ste Jahrhundert

Schulhausstrasse / Niederfeldstrasse

Die erste Werkstatt der Gebrüder Ernst und Emil Jufer war an der Schulhausstrasseund später an der Grossholzerstrasse.  Emil Jufer wurde dann Gewerbeschul-Lehrer und das Geschäft wurde von Ernst’s Sohn Leo weitergeführt, ganz zuletzt  im Neubau an der Niederfeldstrasse 10.

Neben der Kirche

Auch Anton Bünter übte das Schreinerhandwerk in seiner Werkstatt neben der Kirche aus. Daneben war er aber auch verantwortlich für das Ein- und Ausladen der Milchkannen  auf den täglichen Milch-Zug der SBB nach Zürich. Diese Milchkannen kamen per Pferde- Fuhrwerk auch  aus den Sennereien und Milchsammelstellen von Rifferswil, Uerzlikon, Hauptikon und Rossau und wurden in Reih und Glied auf dem Bahnhofplatz aufgestellt.

Rossau

In Rossau arbeiteten die Wagner Lier  an der Hauptikonerstrasse 1. Jakob Müller wurde Schwiegersohn und dann folgte Sohn Beat Müller der eine moderne Schreinerei richtete. An der Aussenwand der Schreinerei ist noch das alte Umlenkrad des Sägegatters montiert. Dieses wurde noch mit Wasserkraft betrieben.

Eine Schreinerei wurde auch in Rossau von 3 Generationen der Familie Künzli geführt.

_____________________________________________________________________________________________________________

Zimmereien

  • Die Zimmerei  von Fritz Portmann war bei der Linde im Oberdorf. Er war auch ein sehr guter Schütze.
  • Und früher schon praktizierte Zimmermann Johann Hägi dieses Métier im Hägi-Haus an der Bahnhofstrasse 14, erbaut 1890.  Seine Werkstatt im Schopf daneben errichtete er im Jahre 1910.

————————————————————————————————————————————

Wagner

  • Karl Bär an der Zürichstrasse 1,  „de Bäre Karli“,   war Wagner und Kleinbauer. Auch er arbeitete mit dem Ziehmesser, dem Spezialwerkzeug der Wagner. Daneben war er auch Totengräber. Dieses Amt übernahm später Thedy Vollenweider, gelernter Maurer, dann Abwart im Primarschulhaus.
  • Wagner Wöcke hatte seine Werkstatt in Herferswil. Er fabrizierte auch Fenster. Diese auf Mass hergestellten Fenster brachte er zum Versand per Handwagen auf die Station. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm:  Heute arbeitet dort der Enkel Urs Wöcke als Zimmermann.
  • Eine Holzdrehbank war bei Dreher Adolf Frick in Dachlissen im Betrieb bis 1944. Seine Spezialität war auch die Konstruktion von Armbrüsten und Pfeilen dazu. Für eine gute Flugbahn dieser Pfeile sorgten  drei Stück zugeschnittene Vogelfedern am hinteren Ende aufgeleimt. Ein eigenes Patent.
  • Heinrich Schneebeli an der Albisstrasse 50 (untere Prüglen).  Unter anderem  fabrizierte Wagner Schneebeli auch Eschen-Skis, an denen er  dann Blaukanten aufleimte. Dannzumal  eine suppermoderne Neuheit, die Vorläufer der Stahlkanten.
    Dazu eine kleine Anekdote: Zwischen Paul, dem  Briefträger und Heiri Schneebeli kam es einmal  zum  Streit der auch zu   Handgreiflichkeiten führte  und Paul fasste eine saftige Ohrfeige. Zurück  im Postbüro erzählte Paul dem  Herrn Posthalter den Vorfall, worauf dieser kurzerhand entschied,  „ de Schneebeli-Heiri“ wird ein Jahr lang nicht mehr von den Briefträgern bedient, der soll  seine Post selber am Schalter abholen“.

Heinrich Schneebeli der Skifabrikant war ein begeisterter Skifahrer und Berggänger.

————————————————————————————————————————————–

Küfer

Küfer Bär Oberdorf

Der Beruf des Küfers ist in Mettmenstetten seit ca. 1960 verschwunden. Die Küfer fabrizierten Fässer, Gelten, Schapfen usw.  Die hölzernen Tugen, Holzbretter leicht konisch gehobelt, dass diese zusammen gefügt einen Kreis ergaben, wurden dann  mit eisernen oder hölzernen Reifen  zusammengehalten. Besondere Kenntnisse erforderte die Herstellung der grossen, oval geformten, hölzernen Gülle-Fässer. In Mettmenstetten waren dies  C. Bär, Sohn, Fritz Bär bis 1944 und zuletzt Fritz Bär-Suter, diese  betrieben auch das Restaurant Bär im Oberdorf.

Wer kennt ihn noch, den Küferhammer?


Holzsägewerke 

  • Eine alte Säge  stand auf der linken Seite vom Haselbach auf der Höhe beim Wiesengrund,  gegenüber  der heutigen Mobilfunk-Antenne. In den 50iger Jahren wurde  das Gebäude unter dem Kommando von Karl Funk anlässlich einer Feuerwehrübung abgefackelt.
    Den Standort in der Mühlistett können sie der Karte entnehmen (anklicken). Der  Flurname Mülistett weist zwar eher auf eine Mühle hin. Der Antrieb  erfolgte durch ein Wasserrad,  mit  Wasser aus dem Haselbach. Dieser wurde gestaut  und durch einen Kanal zur Mühle geleitet und dann zurück in den Bach.  Diese Stauung erfolgte unterhalb des damaligen Einlaufes des  vorderen Dorfbaches in den Haselbach ca. 100 Meter nordwestlich der heutigen Einmündung. Der alte Dorfbach hatte seinen Lauf links vorbei der grossen Eiche, die heute noch mitten in der Rossmatte steht, d.h. eigentlich auf einem künstlichen Damm. So konnten man früher den Bach stauen und das Gelände beidseitig überfluten und damit Streue gewinnen.  Dieser“Damm“ ist heute noch gut sichtbar. Die Bachverlegung erfolgte  im Zusammenhang mit der Melioration ca. 1960.
  • Die Vollenweider’s waren auf der Sagi in Wissenbach, der Sagiweiher besteht ja heute noch. 1890  J. U. Vollenweider , dann  Karl. und jetzt Nachfolger Adolf,  „ de Sagerdölf“. 1932 wurde der Kanal zum Wasserrad überdeckt, und 1934 die Sagi modernisiert.
  • Die Vorfahren von Walter Hegnauer betrieben die Sagi in der Hübschern, angetrieben mit einem grossen hölzernen Wasserrad, bis 1955 und Gratis-Energie aus dem Jonenbach.
Nach oben scrollen